CYBERCRIME - IST DAS INTERNET DER GRÖSSTE TATORT DER WELT?

13. Mai 2016
S. Schäfers

Cybercrime

Internetbetrug, Identitätsdiebstahl, Urheberrechtsverletzungen, Ausspähen von Daten, Cyber-Mobbing, Cyber-Terrorismus - Cybercrime hat viele Gesichter – und genauso viele Definitionen.

In Deutschland ausschlaggebend ist die Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes, das jährlich Daten zu den Straftaten veröffentlicht, die sich gegen das Internet, Datennetze, informationstechnische Systeme oder deren Daten richten.

Die verursachten Schäden sind schwer messbar, da von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen wird. Eine Studie der Unternehmensberatungsgesellschaft KPMG schätzt die Schäden bei deutschen Unternehmen für 2012 und 2014 auf insgesamt 54 Milliarden Euro, während ein Bericht des US-amerikanischen Center for Strategic and International Studies die Weltwirtschaft im gleichen Zeitraum mit bis zu 400 Mrd. Dollar belastet sieht.

Wie stark die Internetkriminalität die Bevölkerung schädigt, lässt sich näherungsweise durch persönliche Befragungen, wie die des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ermitteln. Die Ergebnisse spiegeln die Erkenntnisse des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, das in seinem Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland das mangelnde öffentliche Bewusstsein für die Gefahren des Internets kritisiert. Denn bald werden die Konsequenzen von Cyberkriminalität immer tiefer in den Lebensalltag eingreifen: schon jetzt gibt es erfolgreiche Versuche, die Software von Autos zu hacken. IT-Sicherheit ist also das Thema der Zukunft.