BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN

13. Dezember 2016
T. Groß

Bedingungsloses Grundeinkommen

Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens ist nicht neu und wurde bereits in der Vergangenheit kontrovers diskutiert. Auch aktuell ist dieses Konzept Gegenstand der Kritik. Nun erhält die bundesdeutsche Debatte durch die gescheiterte Volksabstimmung in der Schweiz und das Modellprojekt in Finnland neue Nahrung. Zudem sind die Einkommen und Vermögen in Deutschland nach wie vor ungleich verteilt, trotz zunehmender sozialer Mobilität und den Vorzügen der sozialen Marktwirtschaft.

Zusätzlich wird erwartet, dass durch die strukturellen Veränderungen in der Arbeitswelt, infolge der Digitalisierung - Stichwort „Industrie 4.0“ -, nicht nur in Deutschland viele traditionelle Arbeitsplätze wegfallen. Damit die Menschen in diesem Transformationsprozess besser sozial abgesichert werden, hat sich der Siemens-Chef Joe Kaeser erst kürzlich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ausgesprochen.

Bei dieser Form der sozialen Absicherung würde jede Bürgerin und jeder Bürger einen festen Betrag jeden Monat vom Staat überwiesen bekommen, ohne eine entsprechende Gegenleistung. Doch wer würde noch arbeiten gehen, wenn das Geld auch ohne Job fließt? Was würde es den Staat schließlich kosten? Und wie sind die Verteilungswirkungen und die Machtverhältnisse in der Gesellschaft einzuschätzen? Die nachfolgende Literaturliste bietet hierzu einen ersten Einstieg.

Video #kurzerklärt: Bedingungsloses Grundeinkommen