JOHN MAYNARD KEYNES - DAMALS UND HEUTE

01. Februar 2017
T. Groß

John Maynard Keynes

Der britische Ökonom John Maynard Keynes (1883-1946) zählt zu den einflussreichsten und bedeutendsten Wirtschaftswissenschaftlern der Neuzeit. Seine theoretischen Überlegungen und der nach ihm benannte makroökonomische Ansatz des Keynesianismus, sind bis heute zentraler Bestandteil ökonomischer Debatten und Theorien.

In politischen Debatten werden die Ideen Keynes, die er in den 1930er Jahren als Kritik an dem neoklassischen Theoriegebäude entwickelt hat, oft gleichgesetzt mit einer primär nachfrageorientierten, antizyklischen Wirtschaftspolitik. Großen Einfluss erhielt der Keynesianismus nach dem 2. Weltkrieg, vor allem in den wirtschaftlichen Krisenzeiten der 1970er Jahre.

Auch heute noch haben Keynes Überlegungen zur staatlichen Steuerung des Wirtschaftsgeschehens Einfluss auf aktuelle Diskussionen in Politik und Wissenschaft. „Was würde Keynes heute tun oder raten“? Das ist die zentrale Frage, die sich nicht nur Theoretiker wie Paul Davidson stellen. Angesichts der zahlreichen ökonomischen Krisensituationen in den letzten Jahren (Finanzkrise, Eurokrise) und auch kommender Krisenlagen ist John Maynard Keynes mit seinen Ideen vielleicht aktueller denn je.

In den Jahren 1920 – 1932 veröffentlichte der Wirtschaftsdienst mehr als 50 Beiträge von John Maynard Keynes, die anlässlich des 100 jährigen Bestehens der Zeitschrift Wirtschaftsdienst in einem Sammelband neu aufgelegt wurden.