25 JAHRE VERTRAG VON MAASTRICHT

12. Januar 2017
T. Gerdes

25 Jahre Vertrag von Maastricht

Vor 25 Jahren, am 7. Februar 1992, unterzeichneten die damals zwölf Mitgliedsstaaten im niederländischen Maastricht den Vertrag über die Europäische Union (Vertragstext). Zentraler Bestandteil des Vertrags von Maastricht waren Bestimmungen zur Umsetzung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Der Euro wurde 1999 als Buchwährung eingeführt und vor 15 Jahren, am 1. Januar 2002, als Bargeld. Um an der Währungsunion teilnehmen zu können, müssen Staaten bestimmte Konvergenzkriterien, die sogenannten Maastricht-Kriterien, erfüllen. Unter anderem wurde eine Obergrenze für das Haushaltsdefizit von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts festgelegt.

Die Chancen und Risiken der Währungsunion wurden von Beginn an kontrovers diskutiert. Insbesondere wird kritisiert, dass die gemeinsame Währung nicht mit einer gemeinsamen Wirtschafts- und Finanzpolitik in Europa einhergeht. Kritiker sehen nach der Eurokrise den Euroraum am Rand der Spaltung.

Der Ökonom Peter Bofinger, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, legt in der Januarausgabe des Wirtschaftsdiensts seine Position zum Vertrag von Maastricht und der Währungsunion dar. Weitere wissenschaftliche Publikationen zu diesen Themen finden Sie in EconBiz: