VERMÖGENSVERTEILUNG IN WOHLHABENDEN LÄNDERN

08. März 2016
J. Michel

Geldscheinfächer

Die Einkommens- und Vermögensverteilung ist eigentlich seit Anbeginn des Entstehens von kapitalistischen Gesellschaften ein Mega- und Dauerthema. In jüngster Zeit wird es aber wieder stärker diskutiert. Auslöser dürfte der Bestseller von Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert sein, der 2014 erschienen ist. Nach Piketty ist die ungleiche Vermögensverteilung der Hauptgrund für die soziale Ungleichheit in der Welt.

Dies sehen inzwischen auch viele anerkannte Wirtschaftsforscherinnen und – forscher so und weisen darauf hin, dass die Ungleichheit auch zu Wohlstandsverlusten für alle führt. Ausgerechnet in den sehr wohlhabenden USA gibt es eine hohe Einkommens- und Vermögensungleichheit, die vom Nobelpreisträger Joseph Stiglitz als politisch gewollt kritisiert wird (“Of the 1%, by the 1%, for the 1%”).

In der ZBW-eigenen Zeitschrift Wirtschaftsdienst erscheint diesen Monat eine Sonderausgabe zum Thema – einer der Autoren ist der Präsident des DIW Marcel Fratzscher, dessen aktuelles Buch zum Thema Verteilungskampf demnächst veröffentlicht wird.