EDAWAX - FÖRDERPHASE 1

Logo: EDaWaX - European Data Watch Extended

In den Wirtschaftswissenschaften werden empirische Untersuchungen zur Überprüfung und Weiterentwicklung von theoretischen Modellen immer wichtiger. Dies schlägt sich auch in einer steigenden Anzahl von empirischen Beiträgen in Fachzeitschriften nieder, bei denen die Autor/inn/en eigene Forschungsdaten erhoben oder externe Datensätze verarbeitet haben. Allerdings gab es bislang kaum effektive Möglichkeiten, diese Forschungsdaten im Kontext der zugehörigen Zeitschriftenartikel zu replizieren, zu prüfen oder für eine Nachnutzung und zur Unterstützung des wissenschaftlichen Diskurses bereit zu stellen.  

Das von der DFG geförderte Projekt EDaWaX stellte sich diesen Aufgaben und verfolgte insbesondere das Ziel, ein publikationsbezogenes Datenarchiv für Fachzeitschriften zu entwickeln.  

Im Rahmen des Projekts wurden dabei zunächst die heutigen Herausforderungen, wie sie insbesondere durch fehlende Anreizstrukturen bei der Replikation von Forschungsergebnissen und bei der Mehrfachnutzung von Daten bestehen, systematisch aufbereitet. Parallel dazu wurden bereits existierende technische und organisatorische Lösungen im Kontext von wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften und Datenarchiven analysiert und unter besonderer Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen in Hinblick auf ihre Eignung für die Anforderungen des Projekts EDaWaX bewertet.

Auf Basis der Analyseergebnisse wurde in einem zweiten Schritt ein Metadatenschema für die Beschreibung und Auszeichnung der Daten entwickelt.

Die Erkenntnisse mündeten schließlich im dritten Schritt in die Entwicklung einer Pilotanwendung für innovative publikationsbezogene Datenarchive am Beispiel der renommierten Fachzeitschrift "Schmollers Jahrbuch / Journal of Applied Social Science Studies".

Die erste Förderphase von EDaWaX war ein Kooperationsprojekt vom Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), dem Institut INNO-tec der LMU München und der ZBW. Dabei agierten Mitglieder des RatSWD als Herausgeber von Schmollers Jahrbuch und koordinierten das Arbeitspaket „rechtliche Rahmenbedingungen“, während das INNO-tec-Institut die Anreizstrukturen beim so genannten Data Sharing untersuchte. Die ZBW bearbeitete die anderen Analyse-Arbeitspakete, konzipierte und entwickelte das publikationsbezogene Datenarchiv und sorgte für die Projektkoordination.