GESCHICHTE DER ZBW

Die ZBW wurde am 1. Februar 1919 als Abteilung des Instituts für Weltwirtschaft eingerichtet, das damals den Namen „Königliches Institut für Seeverkehr und Weltwirtschaft“ trug. Nach dem Willen des Institutsgründers Bernhard Harms sollte die Bibliothek dazu beitragen, wirtschaftsgeographische, handelspolitische, kolonialwirtschaftliche und verkehrspolitische Materialien zu sammeln und für die Forschung bereitzustellen. Schon 1924 standen 70.000 Bände zur Verfügung.

Bibliothek des IfW im Jahre 1919
Alter Lesesaal im Institut für Weltwirtschaft

Die Bibliothek durfte ihre Bestände auch während der NS-Zeit vollständig behalten und weiterhin ausländische Literatur erwerben. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Bücher aus Kiel ausgelagert und im Ratzeburger Dom aufgestellt. Daher weist die ZBW einen nahezu lückenlosen Bestand an wirtschaftswissenschaftlicher Literatur auf.

1966 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft der Bibliothek die Funktion als Zentralbibliothek der Wirtschaftswissenschaften in der Bundesrepublik übertragen. Seit 1990 ist die ZBW Mitglied der  Leibniz-Gemeinschaft. Die ZBW stellt in erheblichem Umfang verlässliche Informationsinfrastruktur für die Wirtschaftswissenschaften bereit.

Zum 1. Januar 2007 erfolgte die Integration der Bibliothek und der Redaktion des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA) in die ZBW. Zugleich wurde die ZBW eine vom Institut für Weltwirtschaft unabhängige Stiftung des öffentlichen Rechts. Seitdem trägt die ZBW den Namenszusatz „Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft“. Im selben Jahr wurde die ZBW An-Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).

 Logo: Deutschland Land der Ideen - Ausgewählter Ort 2008

2008 erhielt die ZBW die Auszeichnung "Ausgewählter Ort" im bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerb "365 Orte im Land der Ideen".

 

 

 

 

Ebenfalls 2008 - sowie erneut im Jahr 2012 - wurde der ZBW für ihre familienfreundliche Personal- und Organisationspolitik das Prädikat "Total E-Quality" verliehen.

       

 

 

 

Foto: ZBW-Direktor Prof. Dr. Klaus Tochtermann

 

2010 wurde mit Dr. Klaus Tochtermann, der gleichzeitig als Professor für Medieninformatik an die CAU berufen wurde, der erste Nicht-Ökonom Direktor der ZBW. Mit ihm baut die ZBW einen anwendungsorientierten Forschungsbereich in Informatik und Informationswissenschaften auf.

 

Foto: Pepe Lange

2012 wurde das EU-Großprojekt EEXCESS - "Enhancing Europe's eXchange in Cultural Educational and Scientific reSources" bewilligt, in dessen Rahmen die ZBW gemeinsam mit neun europäischen Partnern einen neuen Denkansatz zur Informationsvermittlung verfolgte.

 

 

 

2013 erhielt die ZBW den LIBER Award for Library Innovation zum dritten Mal in Folge.

 

 

 

 

 

2014 erhielt die ZBW vom Deutschen Bibliotheksverband dbv die Auszeichnung "Bibliothek des Jahres".

 

 

 

 

 

2015 übernahm die ZBW die Leitung des YES! Young Economic Summit, ein Schülerprojekt unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

 

 

 

 

MOVING

2016 startete das interdisziplinäre EU-Projekt MOVING zur Entwicklung einer Trainingsplattform für die digitale Informationskompetenz unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Ansgar Scherp.

 

 

 

 

GeRDI

Ebenfalls 2016 startete mit GeRDI – Generic Research Data Infrastructure ein DFG gefördertes Projekt zum Aufbau einer vernetzten Forschungsdaten-Infrastruktur. In der Pilotphase werden drei Datenspeichersysteme in Dresden, Kiel und München aufgebaut, die die Bereiche Lebenswissenschaften, Meereswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften abdecken.