



11/2008
Vor einigen Wochen erschien eine neubearbeitete Version des betriebswirtschaftlichen Zeitschriften-Rankings durch den Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB). Verglichen mit dem ersten Ranking aus dem Jahr 2003 gibt es deutliche Verschiebungen.
Neben derartigen wissenschaftlich fundierten Bewertungen von Zeitschriften ist in den letzten Jahren ein allgemeiner Ranking-Hype in den Massenmedien zu verzeichnen gewesen, der auch die Auflistung von Forschern und sogar kompletten Fachbereichen an Hochschulen umfasste. Dieser Trend ist nicht unproblematisch, weil bei derartigen Listen häufig ungeeignete Kriterien und zweifelhafte Erhebungen zugrunde liegen, die meist nur am Rande verzeichnet und kaum je mit zitiert werden.
Aber auch wissenschaftliche Rankings haben gravierende Schwachstellen. So finden sie - zumindest in den Wirtschaftswissenschaften - nur sporadisch statt. Wechselnde Autoren bedienen sich der unterschiedlichsten Verfahren, wodurch die Vergleichbarkeit stark eingeschänkt wird, denn die Einstufung der bewerteten Objekte hängt nicht unerheblich von der gewählten Methodik ab. Als Basis für eine kontinuierliche und kritische Selbstreflektion der Wissenschaft sind sie daher eher weniger geeignet. Die offenbar beabsichtigte Fortführung der VHB-Rankings bildet eine positive Ausnahme.
Die hier vorgenommene Zusammenstellung von Titeln zum Thema "Zeitschriften-Ranking" gibt einen Überblick über diverse Rankinglisten und -verfahren nebst kritischen Stellungnahmen. Ergänzt wird die Bibliographie durch ausgewählte Weblinks zu weiteren Rankings und Publikationen zum Thema.