ARMUTSBEKÄMPFUNG MIT HILFE VON FELDEXPERIMENTEN - NOBELPREIS FÜR WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN 2019: BANERJEE, DUFLO, KREMER

17. Oktober 2019
J. Michel

Armutsforschung ist eine klassische Aufgabe der Volkswirtschaftslehre und insbesondere der Entwicklungsökonomie. Dass die Entwicklungsforschung seit einiger Zeit wieder im Aufschwung ist, hat sie den drei Nobelpreisträger*innen zu verdanken.

Abhijit Banerjee, seine Lebenspartnerin Esther Duflo vom MIT und der Harvard-Professor Michael Kremer haben mit Feldexperimenten eine neue Methode in den Wirtschaftswissenschaften eingeführt. Dabei wird wie in der evidenzbasierten Medizin mit Kontrollgruppen gearbeitet. Eine Gruppe wird einer bestimmten Maßnahme ausgesetzt (Einführung von neuen Lehrmethoden in der Schule) und eine andere Gruppe (Kontrollgruppe) erhält diese Maßnahme nicht. Am unterschiedlichen Bildungserfolg beider Gruppen kann man feststellen, ob die neuen Lehrmethoden gewirkt haben oder nicht.

Die drei Ökonom*innen beschäftigen sich also mit dem „Klein-Klein“ von armutspolitischen Maßnahmen.

Esther Duflo ist nicht nur die zweite Frau, die einen Wirtschaftsnobelpreis bekommt, sie ist sogar von allen Preisträger*innen die jüngste in der ganzen Geschichte des Nobelpreises für Ökonomie.

Literatur zum Thema Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2019

 

Weiterführende Literatur: