'MEINE DATEN GEHÖREN MIR' - DATENKAPITALISMUS SETZT NEUE MASSSTÄBE

09. August 2018
E. Flieger

Die Älteren unter uns erinnern sich: In den 80er Jahren wurde mit dem Motto „Meine Daten gehören mir“ Opposition gegen die Volkszählung gemacht. Das Bundesverfassungsgericht stoppt 1983 den Zensus in der geplanten Form, mit der der Staat auch sein Melderegister abgleichen will: Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist geboren.

35 Jahre später gibt es neben einem Staat, der – gerne auch auf Vorrat – Daten über seine Bürgerinnen und Bürger sammeln möchte, jede Menge datenbasierter Geschäftsmodelle. Im Fokus stehen Big Player wie Google, Facebook, Amazon oder andere digitale Plattformen wo Nutzer*innen freiwillig private Daten bereitstellen. Dass die Plattformnutzung oft kostenfrei daherkommt, lässt die Nutzenden aber nicht wirklich im Unklaren darüber, dass ihre Profile und das Tracking ihres Verhaltens im Web für personalisierte Werbung etc. monetarisiert wird. Der Digitalkapitalismus kann auch als Plattformkapitalismus, Überwachungskapitalismus, oder wie ein aktuelles Zeitgespräch im Wirtschaftsdienst es tut als Datenkapitalismus bezeichnet werden. Das Zeitgespräch beleuchtet dabei unterschiedliche Aspekte des datengetriebenen Business wie den Wert von Daten, Wettbewerbsaspekte, Datenportabilität, Transparenz oder auch Netzeffekte von Big Data.

Unsere Literaturliste aus EconBiz vertieft die genannten Aspekte.

Literatur zum Thema Datenkapitalismus in EconBiz: