DIGITALE POTENZIALE NUTZEN UND GESTALTEN - ARBEIT 4.0

26. November 2019
E. Flieger

„Wird mein Arbeitsplatz in 5 Jahren noch existieren oder werde ich durch Künstliche Intelligenz ersetzt?“ „Wird es allen besser gehen oder verstärkt die Digitalisierung die Ungleichheit?“ „Fördert die Gig Economy das Entstehen einer neuen Kaste von entrechteten und unabgesicherten Tagelöhnern?“ Zwar sind sich die Beschäftigten der großen Veränderungen bewusst, die auf sie zukommen, doch die Neigung sich vorzubereiten, könnte höher sein. Die aktuelle internationale Studie Decoding Global Trends in Upskilling and Reskilling von Boston Consulting Group, StepStone und The Network zeigt, dass sich deutsche Beschäftigte im internationalen Vergleich weniger fit machen. Hierzulande sind es nur 38 Prozent, die sich regelmäßig weiterbilden, während weltweit 65 Prozent in ihre Weiterbildung investieren. Etwas paradox besagt die Studie aber auch, dass 55 Prozent der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Transformationen für den eigenen Beruf durch die neuen Technologien erwarten. Damit liegen sie über dem internationalen Durchschnitt.

Hat man dabei ausschließlich den Roboter vor Augen, der in Windeseile Fahrzeuge zusammenschraubt, liegt man falsch. Auch White-Collar-Berufe besitzen Substituierbarkeitspotenzial: Berufe in Unternehmensführung und –organisation beispielsweise umfassen zu 56 Prozent Tätigkeiten, die potenziell von Computern erledigt werden könnten.

In der gemeinsamen Konferenz der Zeitschrift Wirtschaftsdienst und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung„Digitale Potenziale nutzen und gestalten“ diskutieren die Teilnehmenden die Folgen der Digitalisierung für Unternehmen und Märkte. Die Titelauswahl unserer Literaturliste zielt ab auf die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Beschäftigten.

Literatur zum Thema Digitale Potenziale nutzen und gestalten