ERNEUERBARE ENERGIEN - KOSTENTREIBER ODER ZUKUNFTSFÄHIG?

12. Oktober 2017
S. Schmucker

Erneuerbare Energien – Kostentreiber oder zukunftsfähig?

Im April 2000 trat das Gesetz zum Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) in Kraft. Regenerative Ressourcen sollen langfristig fossile Energieträger ersetzen. Die Fördermaßnahmen des EEG führten zu einem rasanten Wachstum: 2016 wurden bereits 31,7% des Bruttostromverbrauchs in Deutschland durch Ökostrom erzeugt. Doch die Energiewende ist teuer: die Kosten werden über garantierte Einspeisevergütungen auf die Energiepreise umgelegt. Außerdem hinkt vor allem der Ausbau der Stromnetze der Entwicklung hinterher.

Das EEG wurde mehrfach novelliert: 2012 wurden Vergütungen für kostenintensive Photovoltaik-Anlagen reduziert. 2014 wurden Korridore für den Ausbau der alternativen Energien festgelegt. Die Ökostromlobby kritisierte die Deckelung scharf und argumentierte mit Klimaschutzzielen und der Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Gesetzesnovelle von 2017 zielte auf mehr Wettbewerb. Die Höhe der Vergütung für Strom aus erneuerbaren Energien wird seit dem 1.1.2017 durch Ausschreibungen ermittelt. Doch reicht das, um die erneuerbaren Energien fit für den Markt zu machen? 2020 wird die gesetzlich garantierte Vergütung für die ältesten Anlagen auslaufen. Ob dies zum Einbruch der erneuerbaren Energien führen wird erörtern Paul Lehmann, Erik Gawel, Klaas Korte, Alexandra Purkus von der Universität Leipzig im Wirtschaftsdienst.

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