LEBEN MIT DEM NIEDRIGZINS - AUSWIRKUNGEN AUF DIE DEUTSCHE MITTELSCHICHT

08. April 2019
C. Liebetruth

Der infolge der Finanzkrise eingeführte Niedrigzins belastet insbesondere die deutsche Mittelschicht. Die Deutschen sind ein Volk der Sparer und Geldanlagen wie Bausparmodelle, Versicherungen oder Tagesgeldkonten erzielen wenig oder keine Renditen. So gelingt es Normalverdienern kaum Vermögen aufzubauen.

Auch günstige Immobilienkredite verhelfen nicht zu einer Finanzabsicherung in Sachwerte, da gleichzeitig viele Immobilienpreise stark anziehen. Der Traum vom Eigenheim wird vor allem für junge Haushalte unerschwinglich. Durch die Globalisierung drohen Jobverlust und während jeder zweite Deutsche davon ausgeht, sich im Alter einschränken zu müssen, befürchtet jeder vierte mit Altersarmut konfrontiert zu sein.

Die Politik versucht durch Mindestlohn, Grundrente und Hartz IV-Reform gegenzusteuern. Ob diese Maßnahmen greifen und der breiten Mittelschicht helfen ist fraglich.

Mit dem internationalen Better-Life-Index werden Einschätzungen durch private Haushalte international verglichen.

Bitte beachten Sie auch den Artikel im aktuellen Wirtschaftsdienst sowie die OECD-Studie Under Pressure: The Squeezed Middle Class.

Literatur zum Thema Leben mit dem Niedrigzins