RÜCKKEHRRECHT AUS TEILZEIT - HEILIGER GRAL ODER HEMMSCHUH DER WIRTSCHAFT?

11. Juni 2018
C. Liebetruth

Die Diskussion über die sogenannte „Brückenteilzeit“ wird kontrovers geführt: Von Seiten der Befürworter wird das Recht auf Rückkehr in eine Vollzeitbeschäftigung vor allem als Lösung für den Fachkräftemangel und als Gegenmaßnahme zur Ungleichbehandlung von Frauen betrachtet. Vor allem Wirtschaftsvertreter halten dem entgegen, dass dies zu mehr Bürokratie und erschwerter Personalplanung führe. Zudem wäre die Entscheidung zur Stundenreduktion überwiegend eine freiwillige und somit nicht das Problem des Arbeitgebers.

Statistiken zeigen, dass die Teilzeitarbeit noch immer ein Hauptphänomen bei weiblichen Beschäftigten ist, jedoch nehmen auch männliche Arbeitnehmer immer häufiger das Angebot in Anspruch, die Wochenarbeitszeit zu verkürzen. Die Gründe variieren, und zwar bei beiden Geschlechtern: War früher die Familienpause hauptausschlaggebend für die Entscheidung, spielen heute auch die Pflege von Angehörigen, private Weiterbildungsmaßnahmen und Bedarf nach ruhigeren Phasen im Arbeitsleben eine Rolle.

Literatur zum Rückkehrrecht in Vollzeit in EconBiz: