WAHLEN IN DER DEMOKRATIE: AUCH NUR EIN MARKT?

22. August 2017
E. Flieger

Wahlen in der Demokratie

Die Bundestagswahl steht an, und die Auguren schauen nicht nur auf den potenziellen Ausgang, sondern auch auf die zuletzt gestiegene Wahlbeteiligung.

Aber was, wenn es stimmt und "die da oben" Eigeninteressen verfolgen und das Eigennutzaxiom bestätigen?

So ist dem Politiker laut Anthony Downs, einem frühen Vertreter der Neuen Politischen Ökonomie, nicht daran gelegen, ein politisches Konzept zu verwirklichen. Sondern er tritt mit einem politischen Konzept an, um Macht zur Durchsetzung privater Ziele zu erlangen. Downs versteht in seiner Dissertation An Economic Theory of Democracy (1957) die Erfüllung sozialer Funktionen durch die Regierung als Nebenprodukt privater Ambitionen und folgt Joseph A. Schumpeter und seinem Werk Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie: So wie Unternehmer Produkte zur Gewinnerzielung einsetzen, ist politisches Handeln Mittel zum Zweck.

Auf diesem politischen Markt, auf dem Parteien und Wähler aufeinandertreffen, handeln auch die Wählerinnen und Wähler eigennützig, indem sie die Partei wählen, von der der größte Nutzen zu erwarten ist.

Wie passt dann die Wahlmüdigkeit der vergangenen Jahre ins Bild? Hat das Wahlvolk etwa das Paradox des Wählens erkannt und ahnt, dass die einzelne Stimme nicht entscheidend ist?

Wir haben hier Literatur zusammengestellt, die politisches Verhalten mit Methoden der Wirtschaftswissenschaft analysiert.

Literatur zum Aktuellen Wirtschaftsthema in EconBiz: