Nachhaltiger Konsum punktet: Schülerteam aus Weinheim gewinnt mit Bonus-System bei Ökonomiewettbewerb YES!

Zwölf Schulen aus ganz Deutschland präsentierten auf dem Schulkongress „YES! – Young Economic Summit“ Lösungsideen für globale ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Probleme

Joachim Herz Stiftung

Kiel/Hamburg, 1. Oktober 2019: Am 26. und 27. September 2019 kamen in Hamburg rund 250 Schülerinnen und Schüler zum Bundesfinale des YES! – Young Economic Summit zusammen. YES! ist der größte Ökonomie-Schulwettbewerb in Deutschland. Das Team des Werner-Heisenberg-Gymnasiums aus Weinheim entschied den Wettbewerb für sich. Im Finale standen zwölf von 60 Teams, die sich in fünf Regionalfinalen durchsetzen konnten. Das Gewinner-Team aus Weinheim präsentierte „GreenPay“, ein Anreizsystem für nachhaltiges Einkaufen.

Die Idee ist einfach und effizient: Nachhaltig einkaufen, Eco Points sammeln, Prämien kassieren. Wer zum Beispiel regionales Gemüse kauft und seine eigene Tasche mitbringt, öffentliche Verkehrsmittel nutzt oder im Secondhand-Shop einkauft, bekommt zur Belohnung „EcoPoints“ auf sein Mobiltelefon oder seine Stempelkarte und kann diese einlösen, beispielsweise gegen Mehrwegflaschen oder Kaffee.

„Wir von GreenPay glauben, dass es für die globale Erwärmung nicht die eine Lösung gibt. Jeder Einzelne muss etwas dafür tun, und dabei soll GreenPay helfen. Denn wir glauben, dass viele kleine Schritte und Entscheidungen in Richtung einer umweltfreundlichen Zukunft zusammen viel bewirken können“, erklärt das Team aus Hannes Knöfel, Timo Sattler, Jannis Petersen, Theresa Dallinger, Lea Stopka, Valeria Hofmann, Malte Holczinger, Bruno Frey und Jannis Jüngert aus Weinheim.

„Mit viel Enthusiasmus und einem beeindruckenden Gruppenzusammenhalt hat das Team aus Weinheim seinen Lösungsvorschlag für klimabewussten Konsum entwickelt. Ich fand vor allem das Engagement während der regionalen Testphase beeindruckend und habe selbst viel gelernt“, sagt die wissenschaftliche Mentorin der Schülergruppe, die betreuende Ökonomin Carina Fugger vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) aus Mannheim.

Über ein halbes Jahr hat sich die Projektgruppe auf das Thema vorbereitet, unterstützt durch die Expertinnen und Experten der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und des ZEW. Die feierliche Preisverleihung findet am 9. Dezember 2019 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie statt. Das Ministerium hat die Schirmherrschaft über das YES!.

Den zweiten Platz belegte das Gymnasium Köln-Pesch. Die Schülerinnen und Schüler nahmen sich dem Problem der ländlichen Entvölkerung an. Sie entwickelten als LösungShared Remote Offices, d.h. Gemeinschaftsbüros mit Highspeed-Internetanbindung, die nicht wie bisher in Großstädten angesiedelt sind, sondern auf dem Land, um gutbezahlte Jobs in ländlichen Regionen zu halten und zu schaffen.

Platz drei ging an das Gymnasium bei St. Michael Schwäbisch-Hall aus Baden-Württemberg mit ihrem Konzept der „P-Box“, einer modularen Paketstation in Wohngebieten, die von unterschiedlichen Zulieferern befüllt werden kann. Per Pedelec geht dann der weitere Transport an die Haustür vonstatten - umweltfreundlich, leise und ohne Verkehrsbehinderung.

Der YES-Jurypreis für “Best Scientific Analysis”, der 2019 erstmalig vergeben wurde, ging an das RBZ Wirtschaft aus Kiel mit ihrer Lösung „Upgreening“. Dabei handelt es sich um ein Beratungskonzept für Unternehmen in Sachen Mobilitätsmanagement, um für Belegschaft und Arbeitgeber individuell optimierte Vorschläge für Fahrten zur Arbeit oder während der Arbeitszeit zu entwickeln - gesundheitsfördernd, klimaschonend und günstig.

Über das YES!

Das„YES! – Young Economic Summit“ ist einer der größten Schulwettbewerbe rund um wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen für die junge Generation. Schüler*innen erarbeiten eigenständig Lösungen für globale ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen und präsentieren diese im Rahmen eines Schülerkongresses, dem „YES! – Young Economic Summit“ in englischer Sprache. Im Diskurs mit Führungspersönlichkeiten und anderen Schüler*innen schärfen sie ihren Blick auf globale Zusammenhänge und entwickeln eigene innovative Lösungsvorschläge. Über die besten Lösungen wird demokratisch abgestimmt. Die gewählten Lösungen werden ausgezeichnet und öffentlichkeitswirksam zur Umsetzung an geeignete Adressaten übergeben und nachverfolgt. Auf dem Weg zum YES! werden alle teilnehmenden Schulen kontinuierlich zu den Themen Recherche, Forschung, Präsentation und Medienarbeit unterstützt und begleitet. Damit nimmt das YES! Empfehlungen der Kultusministerkonferenz auf, Schüler*innen darin zu befähigen, Medienanwendungen kritisch einzusetzen. Das „YES! – Young Economic Summit“ steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und ist ein gemeinsames Projekt der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und der Joachim Herz Stiftung.

Über die Joachim Herz Stiftung:

Die gemeinnützige Joachim Herz Stiftung arbeitet überwiegend operativ und ist vorrangig in den Themenfeldern Naturwissenschaften, Wirtschaft sowie Persönlichkeitsbildung tätig. In diesen drei Bereichen werden auch kleine, innovative Projekte Dritter gefördert. Seit 2017 unterstützt die Stiftung zudem Forschungsprojekte in den Themenfeldern Medizin und Recht. Die Joachim Herz Stiftung wurde 2008 errichtet und gehört zu den großen deutschen Stiftungen.

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