Think global: ZBW schließt internationales Bündnis für besseren Service in den Wirtschaftswissenschaften

Die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft holt europäische und asiatische Kooperationspartner ins Boot – Internationale Vernetzungsstrategie der ZBW soll innovative Services für die deutschen Wirtschaftswissenschaften ermöglichen

Kiel/Hamburg, den 8. September 2011:
Neuartige Supportlösungen anbieten für die Wirtschaftswissenschaften – So heißt seit dem Amtsantritt Klaus Tochtermanns 2010 die Marschrichtung der ZBW. Ein Schritt hin zu technologiegestützten Dienstleistungen für den gesamten Forschungszyklus in den Wirtschaftswissenschaften sind Kooperationsprojekte mit renommierten internationalen Partnern und ein Denken out of the box. Die ZBW arbeitet deshalb zusammen mit MIMOS, dem größten informationstechnologischen Forschungsinstitut in Malaysia, der österreichischen Forschungsgesellschaft Joanneum Research und dem Know-Center, Österreichs Kompetenzzentrum für wissensbasierte Anwendungen und Systeme.

„Unsere Internationalisierung ist für den langfristigen Erfolg der ZBW unumgänglich“, erklärt Prof. Dr. Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft mit Sitz in Kiel und Hamburg. „Wir vernetzen uns mit europäischen aber auch außereuropäischen Forschungseinrichtungen aus dem Bereich der Informatik, um zum einen neue Trends erkennen und mitgestalten zu können, sowie zum anderen um Synergien und komplementäre Kompetenzen für die Entwicklung neuer Kundenlösungen zu nutzen“ begründet der Medieninformatiker weiter.

Hintergrund dieser stringenten Internationalisierungsstrategie und dieses Out-of-the-box-Ansatzes ist die Tatsache, dass sich seit der Erfindung des Internets die Formen wissenschaftlichen Arbeitens enorm geändert haben. Auch wenn der Bedarf an wissenschaftlicher Literatur seit vielen Jahren merkbar steigt, haben sich die Zugangswege aufgrund der neuen Möglichkeiten im Internet deutlich verändert. So zeigen ZBW-Studien, dass etwa vier Fünftel aller Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die benötigten Information über Google oder über Kontakte in sozialen Netzwerken erhalten.

Neuer Kooperationspartner der ZBW ist zum einen MIMOS, mit Sitz in Kuala Lumpur, das größte informationstechnologische Forschungsinstitut in Malaysia. Ein international anerkannter Schwerpunkt von MIMOS liegt im Bereich der Entwicklung hochinnovativer Wissenstechnologien. Über die Kooperation zwischen MIMOS und ZBW ist es möglich, die Datenbestände der ZBW unter Verwendung der Technologien von MIMOS aufzubereiten. Ein gemeinsames Projekt hat seinen Schwerpunkt in der (teil-)automatisierten Generierung einer Ontologie für Wirtschaftswissenschaften auf Basis von 30.000 durch die ZBW bereitgestellten wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Des Weiteren neu dabei ist die Forschungsgesellschaft Joanneum Research aus Graz (Österreich). Die Joanneum Research GmbH ist die anwendungsorientierte Forschungseinrichtung des Landes Steiermark. Die Kooperation mit dem Joanneum Research Institut JR-Digital verfolgt das Ziel, gemeinsam die Akquisition von EU-Projekten durchzuführen. Die Idee besteht darin, die Netzwerke beider Organisationen sowie die jeweiligen Kompetenzen zu bündeln, um darauf aufbauend gemeinsam Projekte in den unterschiedlichen Programmlinien der EU-Förderung zu beantragen.

Ebenfalls aus Graz kommt das Know-Center – Österreichs Kompetenzzentrum für Wissensmanagement. Über die Forschungskooperation der ZBW mit dem Know-Center werden insbesondere moderne Angebote zur Recherche nach wirtschaftswissenschaftlicher Literatur für mobile Endgeräte entwickelt. Erste Ergebnisse liegen bereits in Form einer mobilen Version der von der ZBW angebotenen wirtschaftswissenschaftlichen Suchmaschine EconBiz vor. Derzeit werden iPhone und iPad unterstützt, zukünftig sollen auch weitere mobile Plattformen, wie Android, unterstützt werden.

Über die ZBW:

Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft ist das weltweit größte Informationszentrum für wirtschaftswissenschaftliche Literatur mit einem überregionalen Auftrag – online wie offline. Heute beherbergt die Einrichtung rund 4 Millionen Bände und 32.000 laufend gehaltene Zeitschriften. Daneben stellt die ZBW die wohl am schnellsten wachsende Sammlung von Open-Access-Dokumenten im Internet zur Verfügung: EconStor, der digitale Publikationsserver, verfügt heute über 25.000 frei zugängliche Aufsätze und Working Papers. Mit EconBiz, der Suchmaschine für internationale wirtschaftswissenschaftliche Fachinformationen, können Studierende oder Wissenschaftler/innen in über 8 Millionen Datensätzen recherchieren. Die ZBW gibt die beiden wirtschaftspolitischen Zeitschriften Wirtschaftsdienst und Intereconomics heraus und betreibt zusammen mit dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) das Peer-Review-Journal Economics, das nach dem Prinzip des Open Access konzipiert ist. Die ZBW ist Teil der Leibniz-Gemeinschaft und seit 2007 Stiftung des öffentlichen Rechts.

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