ZBW erhält erneut LIBER Award for Library Innovation

Die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft ausgezeichnet mit internationalem Innovationspreis für wissenschaftliche Bibliotheken

Kiel/Hamburg, den 5. April 2012:
Zum zweiten Mal geht der LIBER Award for Library Innovation an die ZBW – eine Ehrung für nachhaltige und zukunftsorientierte Strategien für wissenschaftliche Bibliotheken und Infrastrukturanbieter. Verliehen wird der Innovationspreis an Sven Vlaeminck für seinen Beitrag „Data Management in scholarly journals and possible roles for libraries – some insights from EDaWaX”.

Die ZBW trägt zum wiederholten Mal den LIBER Award for Library Innovation nach Hause. 2011 wurde der Beitrag "The Role of Libraries in the Future Internet" von Prof. Dr. Klaus Tochtermann und Dr. Tamara Pianos von der ZBW mit dem LIBER Award prämiert. Dieses Jahr geht der Innovationspreis an Sven Vlaeminck und seinen Beitrag „Data Management in scholarly journals and possible roles for libraries – some insights from EDaWaX”. Dieser wurde mit zwei weiteren eingereichten Papieren ausgewählt. Vlaeminck erläutert in seiner Arbeit Untersuchungsergebnisse zum Management von Forschungsdaten in wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften. Zudem diskutiert er die zukünftige Rolle von Bibliotheken in diesem wichtiger werdenden Arbeitsfeld.

Verliehen wird der LIBER Award

  • Innovationsgrad
  • Bedeutung für die breite Bibliothekscommunity
  • Skalierbarkeit der Idee
  • Erwarteter ROI

Die feierliche Preisverleihung findet auf der 41. Jahreskonferenz „Mobilising the knowledge economy for Europe“ am 30. Juni 2012 in Tartu / Estland statt. Der LIBER Award wurde von LIBER ins Leben gerufen und wird von Elsevier gesponsert.

Über EDaWaX:

EDaWaX (European Data Watch Extended) ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt, das gemeinsam von der ZBW und dem RatSWD durchgeführt und dabei vom Institut Inno-tec der LMU München und der IMPRS-CI unterstützt wird. Ein Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines publikationenbezogenen Forschungsdatenarchivs, mit dem Herausgeber wirtschaftswissenschaftlicher Fachzeitschriften in die Lage versetzt werden, zusätzlich zu den Publikationen auch die den Artikeln zugrunde liegenden Forschungsdaten recherchierbar und auffindbar zu machen. Zudem wird analysiert, mittels welcher Anreize Wissenschaftler/innen dazu ermutigt werden können, ihre Forschungsdaten zusätzlich zu ihren Beiträgen einzureichen. In diesem Kontext werden auch derzeit bestehende Richtlinien von Fachzeitschriften dahingehend untersucht, ob diese eine Nachnutzung der Forschungsdaten sinnvoll unterstützen.

Über die ZBW:

Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft ist das weltweit größte Informationszentrum für wirtschaftswissenschaftliche Literatur mit einem überregionalen Auftrag – online wie offline. Heute beherbergt die Einrichtung rund 4 Millionen Bände und 32.000 laufend gehaltene Zeitschriften. Daneben stellt die ZBW die wohl am schnellsten wachsende Sammlung von Open-Access-Dokumenten im Internet zur Verfügung: EconStor, der digitale Publikationsserver, verfügt heute über 37.000 frei zugängliche Aufsätze und Working Papers. Mit EconBiz, der Suchmaschine für internationale wirtschaftswissenschaftliche Fachinformationen, können Studierende oder Wissenschaftler/innen in über 9 Millionen Datensätzen recherchieren. Die ZBW gibt die beiden wirtschaftspolitischen Zeitschriften Wirtschaftsdienst und Intereconomics heraus und betreibt zusammen mit dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) das Peer-Review-Journal Economics, das nach dem Prinzip des Open Access konzipiert ist. Die ZBW ist Teil der Leibniz-Gemeinschaft und seit 2007 Stiftung des öffentlichen Rechts.