ZBW erhält Sondermittel zur Massenentsäuerung

Die ZBW hat als Infrastrukturanbieter für die Wirtschaftswissenschaften die Aufgabe, Literatur und andere Informationsquellen, die für dieses Fach wichtig sind, bereitzustellen und nachhaltig anzubieten. Im Bestand der ZBW befinden sich viele seltene Werke oder gar unikale Werke. Bücher und Bände der ZBW, die aus den Erscheinungsjahren 1840 bis 1990 stammen, sind von Papierzerfall bedroht. Sie sind aus Papier hergestellt, welches Stoffe enthält, die bewirken, dass sich das Papier verfärbt, spröde wird und am Ende zerfällt, wenn nicht bestandserhaltende Maßnahmen durchgeführt werden.

Die ZBW hat 2018 erstmals Mittel aus dem Haushalt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (sogenannte BKM-Sondermittel) erhalten, um Originale der wichtigsten Werke aus ihrem Bestand zu entsäuern. Das Land Schleswig-Holstein hat den Eigenanteil von 50 Prozent übernommen. So standen der ZBW 2018 insgesamt 50.000 EUR für dieses Projekt zur Verfügung. . Die Auswahl der Medien für dieses Projekt umfasst Werke, die eine besonders hohe Bedeutung für das Fach Wirtschaftswissenschaften haben. Konkret sind dies:

  • Monographien aus dem Sammelgebiet Wirtschaftswissenschaften, die aufgrund ihrer hohen Bedeutung für das Fach im Original erhalten werden sollen.
  • Wirtschaftswissenschaftliche Zeitschriften aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa. Diese Bestände gehören zum ausländischen Schrifttum, für das die ZBW insbesondere zuständig ist und welches sich selten in anderen deutschen Bibliotheken befindet.
  • Bedeutende wirtschaftswissenschaftliche Zeitschriften aus aller Welt. Aus den bereitgestellten Mitteln konnten 5.200 kg Bibliotheksgut behandelt werden. 1.140 Bücher und 5.314 Zeitschriftenbände wurden dieser bestandserhaltenden Maßnahme unterzogen.

 

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