FAIR DATA SPACES

Ein gemeinsamer cloudbasierter Datenraum für Wissenschaft und Wirtschaft

Wissenschaft und Wirtschaft haben Zugriff auf einen gemeinsamen cloudbasierten Datenraum – das ist das erklärte Ziel von FAIR Data Spaces. Das im Mai 2021 ins Leben gerufene FAIR Data Spaces-Projekt möchte anhand einer Beispieldomäne Gaia-X und die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) miteinander verknüpfen, um somit einen Piloten für einen Datenraum für Industrie und Forschung unter Einhaltung der FAIR-Prinzipien zu schaffen. FAIR bedeutet hier, dass Daten und Objekte auffindbar, zugreifbar, interoperabel und wiederverwendbar sind (findable, accessible, interoperable, reusable).

FAIR Data Spaces beabsichtigt:

  • die Fachgemeinschaften von Gaia-X und NFDI sowohl national als auch international zusammenzubringen;
  • einen Fahrplan für die Zusammenarbeit von Gaia-X und NFDI zu erstellen;
  • ethische und rechtliche Rahmenbedingungen für den Datenaustausch zu klären;
  • gemeinsame technische Grundlagen zu erörtern und zu pilotieren;
  • die Nutzung von Gaia-X-Technologien für das Bereitstellen und Verwenden von Forschungsdaten anhand der FAIR-Prinzipien zu demonstrieren.

Das FAIR Data Spaces-Projekt will Innovationen fördern, indem es den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft verbessert und damit nicht genutzte Potenziale erschließt.

Über Gaia-X und NFDI

Gaia-X ist ein wirtschaftsorientiertes europäisches Dateninfrastrukturprojekt, dessen oberste Ziele digitale Datensouveränität, offene, transparente sowie vertrauensvolle Datenverfügbarkeit und Innovation sind. Dieses Projekt beabsichtigt, ein sicheres und nutzerfreundliches Dateninfrastrukturnetzwerk von bestehenden Cloudanbietern zu schaffen, um einen souveränen Umgang mit Daten und Anwendungen zu gewährleisten.

Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur ist eine wissenschaftsgetriebene Initiative, die Forschungsdaten systematisch erschließen, langfristig sichern und entlang der FAIR-Prinzipien über Disziplinen- und Ländergrenzen hinaus zugänglich und nachnutzbar machen möchte. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Konsortien verschiedener Fachrichtungen gebildet, die passgenaue Lösungsvorschläge für ihre Wissenschaftscommunities erarbeiten und ein konsortienübergreifender Austausch zur Definition allgemeiner Standards gefördert.

Die Rolle der ZBW

Die ZBW ist zusammen mit anderen Projektpartnern für das Roadmapping, Kommunikation und Community Building verantwortlich. Im Mittelpunkt der Tätigkeiten stehen:

  • Identifizierung gemeinsamer Ziele und Entwicklung einer Vision;
  • Aufbau der FAIR-Data Spaces Community in Deutschland und Europa;
  • Internationalisierung der Community;
  • Sichtbarmachung der FAIR-Data Spaces-Themen für Wirtschaft und Wissenschaft.

Projektlaufzeit und -partner

Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre. Die Projektpartner sind:

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

  • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. (FhG) (Koordination)
  • Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e.V. (Co-Koordination)
  • Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)
  • Technische Informationsbibliothek (TIB)
  • Universität zu Köln (UzK)
  • Universität Leipzig (UL)
  • RWTH Aachen University
  • FIZ Karlsruhe - Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH
  • Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD)
  • Heidelberger Akademie der Wissenschaften (HAdW)
  • European Molecular Biology Laboratory (EMBL)
  • Philipps-Universität Marburg (UMR)
  • Universität Münster (WWU)
  • ZBW – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft
  • Atos Information Technology GmbH