YES! - YOUNG ECONOMIC SUMMIT

Schüler:innen als Akteure der ökonomischen Realität  

Das YES! – Young Economic Summit ist einer der größten Schulwettbewerbe rund um gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen für die junge Generation. Das YES! ist ein gemeinsames Projekt der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und der Joachim Herz Stiftung und steht seit 2015 unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

Das YES! bietet Schüler:innen eine gemeinsame Plattform und die Werkzeuge für die Entwicklung von Lösungen für ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Probleme. Sie übernehmen Verantwortung, sind die Stimme der nächsten Generation und diskutieren die globalen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft.

2022 haben sich knapp 650 Schüler:innen für das YES! angemeldet. Die Jugendlichen können in 62 Teams aus 16 Bundesländern in den fünf physischen Regionen Nord (Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein), Ost (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen), Süd-Ost (Bayern), Süd-West (Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz) und West (Nordrhein-Westfalen) und in einer digitalen Region an Regionalfinalen teilnehmen. Zusätzlich treten 9 Teams aus Hong Kong, UK und den USA an. Die jeweiligen Erstplatzierten treten dann vom 19. bis zum 21. September in der Bucerius Law School in Hamburg an.

Da auch 2022 wieder ein pandemiebedingt besonderes Jahr wird, wurden die Themen allen Regionen geöffnet. Betreut werden die Teams von den wissenschaftlichen Partnern des YES!

Aus dem Norden sind dies die Bucerius Law School, das Center für Wirtschaftspolitische Studien (CWS), das German Institute of Global and Area Studies (GIGA), die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Kiel Institut für Weltwirtschaft - Leibniz-Zentrum zur Erforschung globaler ökonomischer Herausforderungen, die Leibniz Universität Hannover, die Technische Hochschule Lübeck und die Universität Hamburg; aus dem Osten die ESMT European School of Management and Technology Berlin, die Universität Leipzig, die Universität Rostock und das WZB – Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung; aus dem Süd-Osten das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das ifo Institut, die Technische Universität München; aus dem Süd-Westen die Frankfurt School of Finance & Management, das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, das Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE und das ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung; und aus dem Westen das Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE), der Exzellenzcluster ECONtribute: Markets & Public Policy (EXC 2126) sowie das Institut für Wirtschaftspolitik (iwp), das Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, die RWTH Aachen University und das Zentrum für ökonomische Bildung in Siegen (ZÖBiS).

Außerdem unterstützt uns aus der Schweiz die KOF – Konjunkturforschungsstelle.

Das GIGA, Ifo, IfW, SAFE, RWI, WZB, ZEW und die ZBW sind Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft.

Kick-off und Projektarbeit

Die Teams aus den Schulen wählen für ihre Bewerbung ein Thema aus, das Forschende aus ihrer Region gestellt haben. Nach der Bewerbungsphase beginnt mit dem Kick-off-Termin die Projektarbeit. Die Teams diskutieren via Videokonferenz mit den Forschenden gemeinsam ihre Themen. In der Folgezeit erarbeiten sich die Teams Hintergrundwissen anhand von Fachliteratur und erlernen durch Lernpfade auf unserer Lernplattform YES! Campus wichtige Grundlagen wie zum wissenschaftlichen Arbeiten oder zur Medien- und Informationskompetenz. Nach einem zweiten Gespräch (dem Expert Meeting) mit den Forschenden formulieren die Teams ihre Lösungsansätze, um für ihr Regionalfinale vorbereitet zu sein.

Regionalfinale und Intensivierung

2022 finden die sechs Regionalfinale im Juni und Juli statt. Jedes Team präsentiert seine Idee auf Deutsch oder Englisch und diskutiert anschließend mit den anderen Schulteams über ihren Lösungsvorschlag. Die teilnehmenden Schüler:innen stimmen dann selbst darüber ab, welche zwei Teams ihre Region beim internationalen Finale vertreten sollen.

Die Schulen der 12 Teams, die dann beim Finale vertreten sein werden, bekommen jeweils ein Preisgeld von 500 Euro, mit dem sie in Absprache mit ihrer eigenen Schule ihre Ideen weiterverfolgen können. Darüber hinaus wird eine Wild-Card an das Team in Deutschland vergeben, das besonders gut wissenschaftlich gearbeitet hat. Auch dieses Team erhält das Preisgeld.

Internationales Finale

Das Finale findet dieses Jahr in der Bucerius Law School in Hamburg statt. Die von ihnen eigenverantwortlich erarbeiteten Lösungen stellen die Schüler:innen im Rahmen der Konferenz vor. Die Veranstaltungssprache ist dabei durchgängig Englisch. Im Diskurs mit hochrangigen und internationalen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft und anderen Schüler:innen schärfen sie dabei nicht nur ihren Blick auf globale Zusammenhänge, sondern erleben auch, dass sie nicht nur Spielball der ökonomischen Realität sein müssen, sondern diese vielmehr eigenverantwortlich mitgestalten können. Die Schüler:innen stimmen selbst über die beste Sieger-Idee ab und entscheiden somit, wer als Gewinner aus dem gesamten Wettbewerb hervorgeht.

Preisverleihung in Berlin

Die drei Erstplatzierten Teams aus Deutschland werden im Herbst zur offiziellen Preisverleihung in das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nach Berlin eingeladen. Zudem wird der Scientific-Analysis-Award an das Team mit der besten wissenschaftlichen Ausarbeitung durch eine wissenschaftliche Jury vergeben. Auch dieses darf mit zur Preisverleihung und zusätzlich ihre Ausarbeitung zusammen mit den Forschenden in der Zeitschrift für Wirtschaftspolitik „Wirtschaftsdienst“ veröffentlichen. Dort stellen sie vor hochrangigen Vertreter:innen des Ministeriums und geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nochmals ihre Lösungsideen vor, um für ihre Ansätze, die dringenden Probleme unserer Zeit zu lösen, zu werben.

YES! BRIDGE

2020 hat das YES! den Förderpreis für das Konzept YES! Bridge „Raising the Profile of Education and Science Diplomacy” vom Bundesministerium für Bildung und Forschung erhalten. Mit dem 01.11.2021 ist das Projekt mit einer Laufzeit von einem Jahr gestartet. Teilnehmen dürfen fünf Schulteams aus dem Vereinigten Königreich, von denen die zwei Finalistenteams am internationalen Finale in Deutschland teilnehmen dürfen. Außerdem sind zwei Schulteams aus den USA im Rahmen des Projektes direkt beim internationalen Finale dabei.