YES! - YOUNG ECONOMIC SUMMIT

Schülerinnen und Schüler als Akteure der ökonomischen Realität  

Das YES! – Young Economic Summit ist einer der größten Schulwettbewerbe rund um gesellschaftliche und wirtschaftliche  Herausforderungen für die junge Generation. Das YES! ist ein gemeinsames Projekt der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und der Joachim Herz Stiftung und steht seit 2015 unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Das YES! bietet Schülerinnen und Schülern eine gemeinsame Plattform und die Werkzeuge für die Entwicklung von Lösungen für ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Probleme. Sie übernehmen Verantwortung, sind die Stimme der nächsten Generation und diskutieren die globalen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft.

2020 haben sich knapp 700 Schülerinnen und Schüler für das YES! angemeldet. Rund 700 Jugendliche können in 60 Teams aus 15 Bundesländern  in den fünf Regionen Nord (Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein), Ost (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt), Süd-Ost (Bayern), Süd-West (Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) und West (Bremen, Nordrhein-Westfalen) an Regionalfinalen teilnehmen. Die jeweiligen zwei Erstplatzierten treten dann vom 21. bis zum 23. September im digitalen Bundesfinale an. Aufgrund der Covid-19 Pandemie wurde das hybride Modell von digitalen und physischen Veranstaltungen zu einem rein digitalen umgestellt. Alle Veranstaltungen finden an den geplanten Terminen über Videokonferenz statt. Von den 60 Teams sind noch starke 35 übrig.

In den einzelnen Regionen werden die Teams von den wissenschaftlichen Partnern des YES! betreut. Im Norden sind dies das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), das Center für Wirtschaftspolitische Studien (CWS), die Bucerius Law School und das GIGA German Institute of Global and Area Studies; im Osten das WZB – Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und die ESMT European School of Management and Technology Berlin; im Süd-Osten das ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München und die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), im Süd-Westen das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und das Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE; und im Westen das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, das Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE), der Exzellenzcluster ECONtribute: Markets & Public Policy (EXC 2126) sowie das Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln.

Unterstützt werden die Teams auch vom YES!-Team und den Forscherinnen und Forschern der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft aus Kiel und Hamburg.

Das DIW Berlin, GIGA, Ifo, IfW, SAFE, RWI, WZB, ZEW und die ZBW sind Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft.

Kick-off und Projektarbeit

Die Teams aus den Schulen wählen für ihre Bewerbung ein Thema aus, das Forschende aus ihrer Region gestellt haben. Nach der Bewerbungsphase beginnt mit dem Kick-off-Termin die Projektarbeit. Die Teams besuchen die Forschenden an ihren Instituten oder via Videokonferenz und diskutieren dort gemeinsam ihre Themen. In der Folgezeit erarbeiten sich die Teams Hintergrundwissen anhand von Fachliteratur und erlernen durch Online-Lernpfade wichtige Grundlagen der Medien- und Informationskompetenz. Nach einem zweiten Gespräch mit den Forschenden formulieren die Teams ihre Lösungsansätze, um für ihr Regionalfinale vorbereitet zu sein.

Regionalfinale und Intensivierung

2020 finden die fünf Regionalfinale im Juni und Juli statt. Jedes Team präsentiert seine Idee auf Deutsch oder Englisch und diskutiert anschließend mit den anderen Schulteams über ihren Lösungsvorschlag. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler stimmen dann selbst darüber ab, welche zwei Teams ihre Region beim Bundesfinale vertreten sollen.

Die Schulen der 10 Teams, die dann beim Finale vertreten sein werden, bekommen jeweils ein Preisgeld von 1000 Euro mit dem sie in Absprache mit ihrer eigenen Schule ihre Ideen weiterverfolgen können. Darüber hinaus werden zwei Wild-Cards an die Teams in Deutschland vergeben, die besonders gut wissenschaftlich gearbeitet haben. Auch diese erhalten das Preisgeld.

Digitales Bundesfinale

Durch Covid-19 bedingt, wird in diesem Jahr auch das Bundesfinale digital stattfinden. Die von ihnen eigenverantwortlich erarbeiteten Lösungen stellen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Konferenz vor. Die Veranstaltungssprache ist dabei durchgängig Englisch. Im Diskurs mit hochrangigen und internationalen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft und anderen Schülerinnen und Schülern schärfen sie dabei nicht nur ihren Blick auf globale Zusammenhänge, sondern erleben auch, dass sie nicht nur Spielball der ökonomischen Realität sein müssen, sondern diese vielmehr eigenverantwortlich mitgestalten können. Die Schülerinnen und Schüler stimmen selbst über die beste Sieger-Idee ab und entscheiden somit, wer als Gewinner aus dem gesamten Wettbewerb hervorgeht.

Preisverleihung in Berlin

Die drei erstplatzierten Teams des Finales werden im Herbst zur offiziellen Preisverleihung in das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nach Berlin eingeladen. Zudem wird der Scientific-Analysis-Award an das Team mit der besten wissenschaftlichen Ausarbeitung durch eine wissenschaftliche Jury vergeben. Auch dieses darf mit zur Preisverleihung. Dort stellen sie vor hochrangigen Vertreter/innen des Ministeriums und geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nochmals ihre Lösungsideen vor, um für ihre Ansätze, die dringenden Probleme unserer Zeit zu lösen, zu werben.