ZBW trauert um ihren ehemaligen Direktor Horst Thomsen

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Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft trauert um ihren langjährigen Direktor Horst Thomsen, der am 6. Oktober 2026 im Alter von 80 Jahren in Flensburg verstorben ist. Von 1992 bis 2009 leitete er die ZBW und stellte in dieser Zeit wichtige Weichen für ihre Entwicklung zu einer eigenständigen, überregional vernetzten Informationsinfrastruktur.

Horst Thomsen wurde am 30. August 1946 in Flensburg geboren. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre trat er 1973 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in die Bibliothek des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel ein. Als er 1992 deren Leitung übernahm, war er bereits seit nahezu zwei Jahrzehnten mit der Einrichtung und ihren Aufgaben vertraut.

In seiner 17-jährigen Amtszeit gestaltete Horst Thomsen die strategische und strukturelle Weiterentwicklung der ZBW maßgeblich mit. Er trieb die bereits begonnene Digitalisierung der Bibliotheksangebote voran und setzte verstärkt auf die Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Informationseinrichtungen.

Eine seiner bedeutendsten Leistungen war die organisatorische Verselbstständigung der ZBW und ihre Zusammenführung mit der Bibliothek des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA). Zum 1. Januar 2007 wurde die ZBW aus dem Institut für Weltwirtschaft herausgelöst und als eigenständige Stiftung öffentlichen Rechts mit Standorten in Kiel und Hamburg neu aufgestellt. Damit schuf Horst Thomsen wesentliche strukturelle Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der ZBW.

Mit Horst Thomsen verliert die ZBW eine Persönlichkeit, die ihre Geschichte über mehr als drei Jahrzehnte begleitet und entscheidend mitgestaltet hat. Die ZBW wird ihm und seinem Wirken ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

Horst Thomsen