QUAMEDFO

Die Medizin hat eine hohe Affinität zu quantitativen Verfahren der Leistungsbewertung und der Nutzung dieser Metriken zu Entscheidungs-, Steuerungs- und Bewertungsprozessen. Sichtbar wird dies an vielen Stellen (LOM, DRG, JIFs in Bewertungsverfahren etc.); im Zusammenhang dieses Projekts interessieren primär Verfahren zur Messung von Forschungsleistungen.

QuaMedFo-ZBW widmet sich der systematischen quantitativen und inhaltlichen Untersuchung eines umfassenden Samples medizinischer Fachliteratur und Themen. Mittels u.a. biblio- und altmetrischer Studien, Sentiment Analyse, Inhaltsanalyse und Längsschnittvergleichen werden u.a. der Abdeckungsgrad der medizinischen Fachliteratur auf den verschiedenen Veröffentlichungsplattformen, die Intensität und Emotionalität der Interaktion damit sowie die Wechselwirkung zwischen Zitationen und Altmetrics bzw. Erwähnungen auf weiteren Plattformen untersucht. Dazu werden vier Adressatengruppen berücksichtigt, um den ‚societal impact‘ differenziert wiedergeben zu können:

  1. medizinnahes Publikum, über Publikations- und Diskussionsplattformen wie PubPeer
  2. wissenschaftliches Publikum, über Mendeley
  3. interessiertes Fachpublikum, über überregionale Presse und weitere Fachzeitschriften, z.B. FAZ
  4. allgemeines Publikum, über z.B. Twitter.

Das Ziel des Moduls ist es, umfassend das Potential und die Robustheit von Altmetrics für die Relevanz- und Leistungsmessung sowie ergänzende Qualitätsbewertung medizinischer Forschung zu überprüfen und in einem ganzheitlichen Framework neben anderen Formen der Evaluation zu verorten.

Projektpartner

  • Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsmedizin Göttingen
  • Prof. Dr. Stefan Hornbostel: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH (DZHW), Standort Berlin, Abteilung 2, Forschungssystem und Wissenschaftsdynamik
  • Dr. Dietrich Nelle, Deutsche Zentralbibliothek für Medizin ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften

Projektlaufzeit

01.01.2019 - 31.12.2022

Gefördert durch

Bundesministerium für Bildung und Forschung