
Vom Werkzeug zum Akteur – KI-Agenten und ihre Folgen für Wirtschaft, Recht und Gesellschaft
27. Oktober 2026, 16:30 – 19:00 Uhr
ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Düsternbrooker Weg 120
Eine gemeinsame Veranstaltung der ZBW, dem IfW und opencampus.sh.
Was passiert, wenn Künstliche Intelligenz nicht mehr nur Fragen beantwortet, sondern eigenständig Entscheidungen trifft, Einkäufe erledigt oder Verträge aushandelt? Wem gegenüber sind solche KI-Agenten verpflichtet? Ihren Nutzenden oder den Unternehmen, die sie bereitstellen? Und wer trägt die Verantwortung, wenn sie Fehler machen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
opencampus.sh, das Kiel Institut für Weltwirtschaft und die ZBW laden dazu ein, die technischen Möglichkeiten und gesellschaftlichen Konsequenzen einer zunehmend eigenständig handelnden KI zu diskutieren.
Fünf Perspektiven auf eine Technologie mit weitreichenden Folgen
KI-Agenten können komplexe Aufgaben planen, eigenständig Handlungsschritte ausführen und mit anderen digitalen Systemen kommunizieren. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für Unternehmen und Verbraucher:innen. Zugleich entstehen Fragen nach Kontrolle, wirtschaftlichen Interessen, Haftung und Regulierung.
Impulse
Zum Einstieg beleuchten kurze Impulse das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven:
KI und Agenten – eine Einordnung
Sina Lücke · CAU Kiel
Was unterscheidet einen KI-Agenten von bisherigen KI-Anwendungen – und welche technischen Entwicklungen machen die aktuelle Generation von Agenten möglich?
Wirtschaftliche Auswirkungen von Agenten als Entscheidungsträgern
Referent:in folgt
Was verändert sich in Märkten und Unternehmen, wenn KI-Agenten zunehmend selbst Entscheidungen treffen, Angebote vergleichen, einkaufen oder verhandeln?
Rechte von Agenten
Mansoor Koshan · Legal Cognition
Welche rechtlichen Fragen entstehen, wenn KI-Systeme zunehmend eigenständig handeln – von Verantwortung und Haftung bis zur Frage nach einem möglichen rechtlichen Status?
Agentische Kommunikation
Dennis Trautwein · Protocol Labs
Wie kommunizieren autonome Agenten miteinander und welche technischen Protokolle und Infrastrukturen braucht eine Welt, in der Maschinen zunehmend direkt mit Maschinen interagieren?
KI-getriebene Anreize in Social Media und Parallelen bei Agenten
Steffen Brandt · opencampus.sh
Welche Dynamiken entstehen, wenn KI-Systeme auf bestimmte Ziele optimiert werden – und was können wir aus den Anreizsystemen heutiger Social-Media-Plattformen für eine Welt autonomer Agenten lernen?
Podium & Gäste
Im Anschluss bringen wir die Perspektiven in einer Podiumsdiskussion zusammen und diskutieren verschiedene Thesen.
Auf dem Podium
Prof. Dr. Judith Simon · Universität Hamburg
Professorin für Ethik in der Informationstechnologie; sie forscht zu ethischen, erkenntnistheoretischen und politischen Fragen digitaler Technologien und insbesondere Künstlicher Intelligenz. 2026 wurde sie in das AI Act Scientific Panel der Europäischen Kommission berufen.
Dirk Schrödter · Minister und Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holstein
Als Chef der Staatskanzlei verantwortet er zentrale Themen der Landesregierung Schleswig-Holstein und gehört der Landesregierung seit 2022 als Minister an.
Prof. Dr. Isabella Peters · ZBW / Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Dr. Isabella Peters leitet den Forschungsbereich Web Science an der ZBW; ihre Forschung beschäftigt sich unter anderem damit, wie Menschen Informationen in digitalen Umgebungen nutzen und wie digitale Technologien unser Verhalten prägen – einschließlich Fragen einer menschenzentrierten Gestaltung von KI.
Weitere Podiumsgäste werden noch bekannt gegeben.
Programm
16:30 - 17:00
Ankommen und Getränke
17:00 - 18:15
Begrüßung und Kurzimpulse
18:30 - 19:15
Podiumsdiskussion
19:15 - 20:30
Austausch mit Speaker:innen und Podiumsgästen
bei Snacks und Getränken
Veranstalter & Förderung
Eine Veranstaltung von opencampus.sh, dem Kiel Institut für Weltwirtschaft und der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft.
Unterstützt durch den Digital Learning Campus Schleswig-Holstein (DLC) und die Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein (DiWiSH). Der DLC wird aus dem Landesprogramm Wirtschaft 2021–2027 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
