ZBW-Panel "Die Replizierbarkeitsdebatte und evidenzbasierte Politikberatung"

VfS-Jahrestagung 2026
Dienstag, den 15.09.2026
14:00 bis 15:30 Uhr
Innsbruck

ZBW-Panel im Rahmen der Jahrestagung 2026 des Vereins für Socialpolitik

In den letzten Jahren haben sich in der Volkswirtschaftslehre zahlreiche Journals dem Ziel gewidmet, empirische Forschung besser reproduzierbar zu machen. Außerdem überprüfen verschiedene Initiativen systematisch die Robustheit und Reproduzierbarkeit publizierter Studien, darunter das Institute for Replication (I4R). Inwiefern die Ergebnisse solcher Meta-Replikationsprojekte die Verlässlichkeit der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur eher bestätigen oder in Frage stellen, wird in der Disziplin kontrovers diskutiert. 

Wissenschaftliche Politikberatung stützt sich häufig auf Erkenntnisse aus der Forschung und auf die Expertise von Forschenden, deren Reputation maßgeblich auf publizierter Forschung beruht. Die Replizierbarkeitsdebatte wirft deshalb einige Fragen auf: Wie geht die Politikberatung mit Unsicherheiten hinsichtlich der Belastbarkeit wissenschaftlicher Evidenz um? Welchen Belastbarkeits- und Transparenzstandards werden Ergebnisse unterzogen, die außerhalb von referierten Fachzeitschriften etwa in Gutachten, Beratungsprojekten oder öffentlichen Stellungnahmen zu aktuellen politischen Fragen kommuniziert werden? Das Panel diskutiert diese Fragen aus der Perspektive von Forschung, Politikberatung und den Erfahrungen der Replizierbarkeitsdebatte der letzten Jahre.

Panelisten:
Prof. Dr. Jörg Ankel-Peters (RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und Universität Passau)
N.N.
N.N.

Moderation: Prof. Dr. Marianne Saam (ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und Universität Hamburg)